
Blutmond 07
Eine neue Hoffnung
Auszug aus dem Prizrakischen Hoheitsbooten
Krovatsars Rätsel des Nebels gelüftet!
Seit einigen Monaten verwirrt das Rätsel um Krovatsar und den Grovod-Wald viele Bürger und sorgte für zahlreiche Gerüchte. Mehrere Reisende, Gelehrte und Handwerker berichteten unabhängig voneinander, dass sich im Grovod plötzlich ein dichter, unnatürlicher Nebel erhoben habe. In diesem Nebel sollte sich irgendwo Krovatsar befinden, so die Berichte des Atamanen und Braumeisters Bhemoth Blutmond. Wer diesen Nebel betrat, gelangte, auf welche Weise auch immer, nach Krovatsar. Schon kurz nach der Ankunft wurde durch Beobachtungen und die Untersuchungen einiger Gelehrter aus Jaktoa deutlich, dass es sich bei diesem Ort um keinen Platz innerhalb von Prizraki handeln konnte. Die Gelehrten führten verschiedene Messungen und magische Tests durch. Ihre Untersuchungen ergaben, dass der Ort, der von Bhemoth Blutmond als Krovatsar benannt wurde, sich in einer eigenständigen, abgeschlossenen Taschendimension befindet, einer Art kleiner, begrenzter Welt, die nur über den Nebel betreten werden kann. Diese Dimension war endlich, das heißt, sie hatte klare Grenzen. Das begehbare Land entspricht etwa der Größe einer prizrakischen Stadt. Jenseits davon begann eine undurchdringliche Nebelwand. Wer diese durchquerte, fand sich an zufälligen Orten im Grovod-Wald wieder.
Die Jaktoanischen Gelehrten Masumi UND NAME
Damit ist nun auch das Rätsel geklärt, das viele von uns, und besonders die Obrigkeit, seit dem letzten Jahr beschäftigte:
Der durch die Vorkommnisse um den Lunaris-Hügel bekannt gewordene Ataman und Braumeister Bhemoth Blutmond hatte schon damals in Berichten und Briefen erwähnt, dass niemand den Ort je finden könne, er aber einfach ein wenig im Wald herumirre und dann „schon irgendwann ankomme“. Wenn er Waren bestellte oder Gesandte einlud, malte er stets neue Karten und erklärte: „Ungefähr da! Lauf ein bisschen rum, du findest es schon.“ Nun wissen wir durch die Pilger Krovatsars wie auch durch die Bemühungen der jaktoanischen Gelehrten: Er konnte gar keinen festen Ort angeben. Krovatsar ist nicht in unserer Welt.
Das Land innerhalb der Taschendimension zeigte starke Abweichungen von normalen physikalischen und magischen Gesetzen. Der Wald rund um das Dorf Krovatsar war ungewöhnlich dicht und alt. Die Bäume waren extrem hart; nach Angaben von Bhemoth Blutmond benötigt man mehrere Stunden und zerstört dabei mehrere Äxte oder Sägen, um überhaupt einen einzigen Ast abzuschneiden. Ebenso scheint es, als würde sich das Land „bewegen“. Nicht für das Auge direkt sichtbar, aber über die Zeit kann man erkennen, dass sich die Bäume beispielsweise über mehrere Stunden hinweg einige Zentimeter weit verschieben.
Magische Untersuchungen ergaben, dass überall im Wald schwache elementare Energie vorhanden war, jedoch ohne klare Zuordnung zu einem Elementarwesen. Viele Pflanzen, Blumen und Moose enthielten eine geringe Menge reiner, freier Magie, die von Alchemisten zu einer der bekannten acht Elemente aufbereitet werden konnte. Dadurch ließen sich aus der Flora alchemistische Essenzen gewinnen, die keine Bindung an Elementare hatten, ein Phänomen, das bislang in dieser Form unbekannt war.
Das wohl erstaunlichste an der Entdeckung war jedoch, dass die Taschendimension bewohnt ist. Dort lebt ein uraltes Volk von Grünhäuten, offenbar die Vorfahren der grabitilianischen Moloch-Orken, die sich vor Jahrhunderten in Prizraki mit den Grabitiel vermischten. Diese Grünhäute lebten hier in dieser Taschendimension scheinbar schon seit vielen Jahrhunderten. Völlig abgeschieden, ohne jeden Kontakt zur Außenwelt, in primitiven Strukturen, aber mit einer stark ausgeprägten spirituellen Kultur.
Bei einem der ersten Aufeinandertreffen beobachteten die Pilger aus Krovatsar einen rituellen Opferungsritus der Grünhäute. Als sie eingriffen und den Menschen retteten, der geopfert werden sollte, kam es zu einem Konflikt.
Die Grünhäute betrachteten den Eingriff als Blasphemie. Es folgten mehrere Angriffe auf das Dorf Krovatsar, bei denen es Verletzte und Schäden gab. Versuche, mit den Grünhäuten zu sprechen, blieben erfolglos: Sie verwendeten einen alten orkischen Dialekt, den selbst die Grabitiel-Orken nicht mehr verstehen.
Neben den Angriffen kam es zu weiteren ungewöhnlichen Ereignissen:
Ein Goblin, der im Vorjahr während einer Verwandlung zurückgelassen worden war, tauchte wieder auf und sorgte für Chaos unter den Pilgern. Auch Guhle und andere gefährliche Wesen streiften durch das Land, angelockt von der Magie und dem Blutvergießen. Zusätzlich entdeckten Gelehrte in den Wäldern kleine, kaum bewusste magische Wesen, vermutlich eine frühe Form von Elementargeistern. Diese sogenannten „Tröpfchen“ konnten sich kaum bewegen oder sprechen, zeigten aber deutlich Lebenszeichen und reagierten auf magische Einflüsse.
Nach langwierigen Untersuchungen stellte sich heraus, dass tief unter Krovatsar eine Ader von Nezkanno liegt. Sie erklärt, warum in Krovatsar keine Elementare anwesend, aber dennoch überall magische Spuren zu finden waren.
Die Grünhäute betrachteten die Pilger als Eindringlinge und den von den Pilgern anfangs geretteten Menschen als Bringer des Übels, das ihr Land vergiftet hatte. Aufgrund der Sprachbarriere konnte dieser Irrtum erst spät aufgeklärt werden. Schließlich wurde entdeckt, dass der gerettete Mann tatsächlich ein Paktierer des Nezkanno war, der im Verborgenen die Verderbnis stärkte und somit die Spannungen zwischen den Parteien befeuerte.
Nach der Aufklärung der Ereignisse wird nun auf Obrigkeitsebene geprüft, Krovatsar und die umliegenden Nebelzonen zur Sperrzone zu erklären.
Es wird ausdrücklich davor gewarnt, sich im Grovod-Wald außerhalb der markierten Pfade zu bewegen oder in dichte Nebelbereiche einzutreten.
Bleiben Sie also im Grovod-Wald auf den Wegen, gehen Sie nicht in die Wälder!
Die Bevölkerung, insbesondere in den Siedlungen am Rand des Grovod Waldes, wird angehalten, ungewöhnliche Nebelerscheinungen sofort zu melden und nicht auf eigene Faust nach Krovatsar zu suchen.
Bhemoth Blutmond zeigte sich tief betroffen. Nach eigenen Worten wird er nun zum dritten Mal seine Brauerei und Hauptaverne verlegen müssen.
Er plant, sich in der Nähe des Grovod-Waldes, aber außerhalb der Nebelzonen, ein neues Stück Land zu sichern, um dort seine Arbeit fortzusetzen.
Ob die Grünhäute aus der Taschendimension dem Ruf in unsere Welt folgen oder in ihrer eigenen bleiben, ist derzeit unklar.
Fest steht nur: Krovatsar ist real, und es bleibt gefährlich.

BLUTMOND 07
Eine neue Welt
Sechste 7 Tages Con der GBR Blutmond
23.08.2025 bis 31.08.2025
Prizraki - Achter Mond im Jahre 1725 nach der ersten Staraya
Na ja die Con war noch nicht.. dann kann hier auch nicht viel stehen oder?



